Müllendorf: Requiem für ein Haus
15. Juni 2010Das obere Bild zeigt ein Bauernhaus, das es nicht mehr gibt. Es stammte aus dem 18. Jahrhundert, hatte gewölbte Räume, eine Madonnenstatue und widersetzte sich der Modernisierung: nicht einmal elektrischen Strom gab es in diesem Haus.
Dann war eines Tages der Eigentümer verstorben, die Statue verschwunden, das Haus verfiel. Schliesslich wurde es abgerissen.
Das hier ist sein Requiem.
Eisenstadt: Danke an alle Beteiligten
10. Juni 2010Normaler Weise veröffentliche ich im Journal der Orte keine eigenen Projekte. Hier nun die Ausnahme. Mein Cafe Maskaron in Schloß Esterhazy wurde heute mit dem Architekturpreis des Landes Burgenland ausgezeichnet.
Ich nehme dies zum Anlass, um mich bei allen Beteiligten an diesem Projekt zu Bedanken: bei meinen großartigen Bauherren, bei meinen Mitarbeitern, bei den ausführenden Handwerkern und bei Peter Baldinger, dem genialen Künstler und Mitpreisträger.
Wr. Neustadt: sterbende Tore
28. Mai 2010Winden/See: die Eierkunstmühle
27. Mai 2010Am grossartigen Gelände der Mühle von Wander Bertoni steht nun auch ein ei- genartiges Gebäude, das der Eiersammelleidenschaft von Professor Bertoni eine Heimstatt bieten wird.
Das wunderschöne neue Gebäude ist von Gaupenraub, und woher die Eiersammelleidenschaft des Meister kommt, kann ich nicht genau sagen.
Zemendorf: der stille Abschied
24. Mai 2010Ödenburg: am Wiener Hügel
23. Mai 2010Am Wiener Hügel in Ödenburg gibt es eine Sommerrodelbahn. Unten, am Fuß des Hügels steht das Bahnhofsgebäude der Rodelbahn. Es wurde als spitzdachiges, romantisches Gebäude im Stil rumänisch- siebenbürgischer, ungarisch- nationalromantischer Gebäude errichtet, ein weiteres Symbol des post- trianon Lebensgefühls im heutigen Ungarn, am Wiener Hügel.
Ödenburg: der süsse Bau
23. Mai 2010Auf einem Hügel über der Stadt hat ein Entrepreneur der alten Schule eine Schokoladerie errichtet. Das ist ein klassischer Fall. Jeder hätte im Vorfeld von solch einem Projekt abgeraten: Das ist die falsche Stadt, der falsche Bauplatz, niemand braucht das, das wird nicht gehen, die Soproner sind noch nicht reif dafür, hier kann man keine moderne Architektur errichten, etc. pp.
Ich bin sicher, Karl Harrer hat viele solcher Statements gehört, vor dem Bau. Dann hat er eine Entscheidung getroffen und hat gebaut.
Jetzt steht sie da, und man wundert sich nur, warum sie nicht schon immer dagestanden hat: die Schokoladerie von Ödenburg.
Gehet also hin und esset Schokolade, liebe Burgenländer, Niederösterreicher, Wiener, Ödenburger!
chapeaux!
Eisenstadt: Vandalen, Folge Nr. 7
22. Mai 2010Am Freitag montieren wir Firmentafeln an der Fassade unseres Hauses, am Samstag Abend reißt man sie mutwillig wieder herunter. Wer war der Täter?
Ein Amalgam aus betrunkenen, minderjährigen Jugendlichen, aus alkoholausschenkenden Gastronomen, aus Eltern, die ihren Kindern alles erlauben, aus einer Polizei, die am Freitag und Samstag die Pfarrgasse mit ihren Autos einfach nicht finden kann und statt dessen lieber durch die ruhige Hauptstrasse fährt sowie aus einer Stadtverwaltung, die das Problem seit langem kennt aber auf diesem Auge und auf diesem Ohr taub ist und die Anrainer der Pfarrgasse ofensichtlich nicht ernst nimmt.
Gut. Wir Anrainer nehmen das zur Kentniss und werden Massnahmen ergreifen. Demnächst in diesem Theater.












