Kroisbach: Der Palast am See

25. Oktober 2009

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Im wunderschönen Kroisbach (Fertörakos) am See hat sich einst der Bischof von Raab einen Sommerpalast erbauen lassen. Dies tat ihm dann ein berühmterer Fürst in Süttor nach. Dieser Minipalazzo ist von grober Hand in bunter, venzeianischer Manier ausgemalt worden, mit den Tieren und Blumen und Pflanzen des Seenlandes. Die Steinteile sind gut geschnitten, die verbliebenen Kamine, Türen und Lamperien sind edel, die Architektur schliesslich braucht vor Nichts zurückstecken. Ein wunderbarer Ort, an einem wunderbaren Ort, und ausserdem in dieser Gegend am See der einzige Seepalast mit Seeblick.

Der Wärter des Bischofspalastes hat mir aufgetragen, ich möge doch den Eisenstädtern sagen, dass sie zahlreich auf Besuch kommen mögen, weil sie bisher kaum je da waren:  Das tue ich hiermit: Macht das wirklich, liebe Eisenstädter, wär sonst eine echte Schand!

Kroisbach: der zweite Steinbruch

25. Oktober 2009

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Viele tausende Menschen waren schon im Römersteinbruch St. Margarethen. Das ist gut so.  Dass aber immer noch kaum jemand in Österreich seinen pannonischen Zwilling, den Steinbruch von Kroisbach kennt, ist bedauerlich. Entgeht dem Nichtkenner doch einer der spektakulärsten Naturinnenräume, die ich je gesehen habe.

Auf ungute Art entstanden (bitte vor Ort die Aufsehen fragen: man bekommt seltsame Antworten), wurden aus dem Berg jedenfalls Räume herausgeschabt, küretiert, die nur mehr als kathedralesk zu bezeichnen sind. Wer je das Gefühl hat, der Mensch ist groß, gehe in die Alpen, ans Meer oder nach Kroisbach.

Kroisbach: die Häuser im See

25. Oktober 2009

251009.jpgsee2.jpg Anders als die Seehäuser auf österreichischer Seite, die allesamt Ferienhäuser sind,  setzen die Ungarn auf ihrer Seite des Neusiedler Sees auf echte Wohnhäuser im Wasser.  Was auf den ersten Blick als seltsamer Kitsch abgetan wird, entpuppt sich beim zweiten Blick als durchaus spannend. Wasserhäuser, Pfahlbauten, richtige Wohnungen, die über dem Wasser schweben. Keine schlechte Sache, eigentlich. In Asien würde es uns vorbehaltslos gefallen, in Ungarn zögern wir ein bisschen.Ungerecht?