Oeynhausen: die Villenstrasse

17. April 2010

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Oeynhausen ist ein Kunstort an der B17. Er wurde von der Gräfin Schulenburg-Oeynhausen im Jahr 1771 nach dem Vorbild Theresienfelds gegründet. Ein eigener Ort war damals das schickste, was man haben konnte. Gogols wunderbarer Roman Die Tote Seelen  spiegelt dieses System hundert Jahre später an anderem Ort wieder.

Ab dem Jahr 1896 bauten fünf erfolgreiche Familien an dieser breiten Strasse Prunkvillen. Ihre Namen sind die Glasvilla oder das Schlössl.  Eines dieser Häuser hat sogar einen eigenen, romantischen Landschaftsgarten, mit einer künstlichen Ruine, einer Grotte, einem Eiskeller,  Steingussbänken, Springbrunnen und einer eigenen Gärtnerei.

Heute umgeben die Villen und ihre Gärten keine Idyllen mehr - von eidyllion, kleines Bild, also einem Bildchen prächtiger Gärten, sondern ein stetiger Mahlstrom von Lastwägen, Autos, Pendlern, kleinen Reisenden entlang der alten Südbahnlinie.