Köflach: eine sterbende Stadt
20. August 2009Köflach ist, seit der Bergbau weggebrochen ist, eine sterbende Stadt. Anschaulich kann man sehen, was in den letzten Jahrzehnten von selbtherrlichen Granden alles falsch gemacht wurde. Ach, ich kann mir ihre Gesichter dazu so gut vostellen! Kein städtebauliches Desaster wurde ausgelassen, keine architektonische Scheusslichkeit war zu viel. Sensorium fehlte.
Kaum Menschen in der Stadt, wenn, dann Langzeitarbeitslose, ermattet, zu Mittag beim Bier sitzend. Selbst die Wespen stechen hier nicht mehr. Zu einer kalten und falschen Welt aus Stahl und Glas wurde diese Stadt, die einst sicher sehr hübsch war, wie der fesche Herunterplatz in der Stadtmitte - nomes est omen? - zeigt. In der Stadtpfarrkirche dann das jahrhunderte vorweggenommene Symbol des Untergangs. Mene mene tekel.