10. Juni 2010

Normaler Weise veröffentliche ich im Journal der Orte keine eigenen Projekte. Hier nun die Ausnahme. Mein Cafe Maskaron in Schloß Esterhazy wurde heute mit dem Architekturpreis des Landes Burgenland ausgezeichnet.
Ich nehme dies zum Anlass, um mich bei allen Beteiligten an diesem Projekt zu Bedanken: bei meinen großartigen Bauherren, bei meinen Mitarbeitern, bei den ausführenden Handwerkern und bei Peter Baldinger, dem genialen Künstler und Mitpreisträger.
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22. Mai 2010


Am Freitag montieren wir Firmentafeln an der Fassade unseres Hauses, am Samstag Abend reißt man sie mutwillig wieder herunter. Wer war der Täter?
Ein Amalgam aus betrunkenen, minderjährigen Jugendlichen, aus alkoholausschenkenden Gastronomen, aus Eltern, die ihren Kindern alles erlauben, aus einer Polizei, die am Freitag und Samstag die Pfarrgasse mit ihren Autos einfach nicht finden kann und statt dessen lieber durch die ruhige Hauptstrasse fährt sowie aus einer Stadtverwaltung, die das Problem seit langem kennt aber auf diesem Auge und auf diesem Ohr taub ist und die Anrainer der Pfarrgasse ofensichtlich nicht ernst nimmt.
Gut. Wir Anrainer nehmen das zur Kentniss und werden Massnahmen ergreifen. Demnächst in diesem Theater.
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20. Mai 2010


Die Schönheit mancher Dinge wird erst durch die Reduktion sichtbar. Eisenstadt ist voll von solchen zauberischen Orten, und das gefällt mir.
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25. März 2010


Rechtzeitig vor Ostern werden allerorts in der Stadt Nester, Höhlungen, benutzbare Hohlräume aufgesucht, frisch gemacht, neu befüllt. Besonders wunderbar das herrlich riechende Gewölbe von Frau Franzi, prallvoll mit Äpfeln aus Wiesen angefüllt, einer der letzten Orte seiner Art. Früher war Gewölbe synonym für Geschäft, das Gewölbe war das Geschäft schlechthin. Heute sind es Resträume, die gerade noch brauchbar gemacht werden können.
Schade eigentlich, besonders, wenn sie so gut riechen wie dieses.
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3. März 2010

In unserer winzigen Hauptstadt gibt es dreieinhalb Villenkolonien. Die erste Kolonie entstand nach dem Jahr 1858 auf einem schmalen Streifen südlich der mittelalterlichen, ummauerten Stadt, als die riesige Kadettenanstalt ausserhalb der Stadt gebaut wurde. Es blieb bei wenigen Häusern, etwa ein halbes Dutzend. Die zweite Villensiedlung entstand ab dem Jahr 1926 für die höheren Beamten der neu geschaffenen Landesregierung als Architekten - bedingt durch den Landhausbau - in der Gegend waren. Die halbe Siedlung entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Bürgertum beschloß, ohne Architekten zu bauen. Aus dieser Zeit haben wir daher nur ein Haus, und ein Haus allein ist maximal eine halbe Siedlung. Seit der Ostöffnung und dem EU- Betritt wird wiederum gebaut, vorrangig auf den attraktiven Leithaberghängen, und hin und wieder sind es Häuser von Architekten. Manche nennen diese Häuser Villen. Villen setzen immer die zumindest zeitliche Anwesenheit von Architekten voraus.
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3. März 2010

Der erste Tag des Jahres, der uns ahnen lässt, dass ein Frühling kommt. Die wunderbare Orangerie im Schloßpark von Eisenstadt ist seit einigen Jahren wieder in ihrer alten Funktion eingesetzt. Das Gebäude aus der Zeitenwende zum 19. Jahrhundert macht seine Aufgabe, wie man durch das Glas beobachten kann, großartig. Im Inneren ist jedenfalls bereits der Frühling eingekehrt, jetzt wartet er nur mehr auf das Herausgelassen werden.
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1. März 2010

Im Inneren von Schloss Esterhazy deuten sich starke Umwandlungen an. Im Hof erschien dieser Tage eine Art Kaaba, ein geheimisvoller, stoffumwickelter Schrein, der wohl auf zukünftige Geheimnisse verweist, und im Inneren tauchten nach Jahrhunderten des Vergessens auf Ritzungen, Ansichten von vergessenen Burgen, dunkle Zeichen und Symbole auf. Noch wissen wir nicht alles über unser schönes Wahrzeichen, und das ist gut so.
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15. Februar 2010
Dieser brave Heilige zeigt uns, wie wenig Platz man zum Wohnen braucht. Ein hübsches, würdevolles Gehäuse, ein Berg als Decke, ein Kreuz als Zimmerschmuck und am Boden ist noch Platz für etwas Dekoratives. Für Neugierige: der Heilige wohnt am Oberberg, und schaut ins Nichts.
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24. Dezember 2009

Allen meinen Lesern ein fröhliches Weihnachten, Gesundheit, Glück und langes Leben, auf dass wir nichts Versäumen von dieser schönen Welt und ihren Erscheinungen. Ich verziehe mich ein paar Tage nach Steirisch- Kongo (wie es halt in der Zeitung stehen wird) und freue mich bereits aufs Neue Jahr.
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8. Oktober 2009


Wie alte, elegante Damen beim Schönheitschirurgen stehen die prachtvollen Bürgerhäuser Eisenstadts, diese Minipalais, in der Warteschlage. Während das eine gerade wieder frisch und strahlend heraus kommt, wartet das nächste noch auf die Rundumerneuerung.
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