Laxenburg: das Suttnerhaus

1. Januar 2009

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Laxenburg, das war die ehemalige, nasse Schnepfenjagd des Kaisers Maximilian, ein feuchtes, ständig überflutetes, sumpfiges Gelände in der feuchten Ebene.

Als die Königin Maria Theresia dort den Lieblingsort für ihre Familie fand, wurde heftig gebaut in Laxenburg. Der Laxenburger Stil entwickelte sich, ähnlich dem ungarischen Gödöllostil, prunkvoll, feudal, aber etwas fad, in kaiserlichem Chinagelb, mit gewagten, dunkelpetrolfarbenen Holzläden als Kontrast dazu.Im Umkreis der lothringischen Habsburger siedelten wie stets die Fürsten, Grafen, Barone, kleinen Adeligen, Bürger und Bauern. Ein konzentrisches Dorf entstand um die Sommerresidenz.Eines dieser kleinadeligen Anwesen ist das wohl noch vor 1800 errichtete Haus der Barone von Suttner. Aus diesem lustigen, eleganten Hause, worin vielleicht ein vormals bäuerliches Anwesen nobilitierend incorporiert ist, mit Rustikabänderung, Sprenggiebel über dem Portälchen und riesigen, weit auskragenden, schloßimitierenden, gusseisernen Kutschenlampen, stammt die berühmte Dame Bertha von Suttner. Das elegante Laxenburger Petrolblau ist zu einem etwas vulgären, ländlichen Grün korridiert.Da die feuchten Wiesen Maximilians noch immer irgendwie unter dem Barockdorf sind, wird in Laxenburg traditionell kellerlos gebaut – so auch im Suttnerschen Minipalais.