Massada: die römischen Rampen

8. April 2008

 massada1.jpgmassada2.jpg

Die Festung Massada liegt in der israelischen Wüste, mit Blick auf das tote Meer. Hier habe ich die echte Wüste zum ersten Mal gesehen.
Die Geschichte von Massada mit ihrem aberwitzigen Widerstand gegen das römische Imperium ist bekannt. Vielleicht weniger bekannt ist, was die Römer dagegen unternommen haben. Sie haben die rebellischen jüdischen Sekte nicht einfach nur ausgehungert, nein, sie haben an mehreren Stellen damit begonnen, den riesigen Berg anzuschütten, um über diese Rampen aus Sand und Geröll auf das gigantische Hochplateu mit der Festung auf der Hochebene zu gelangen. Schüttmaterial gab es ja ringsherum genug, und alles besser, als wenn den Legionären langweilig wurde.

Bevor die Römer die Festung nach nur einem Jahr Arbeit erreichten, fand in der Festung der berühmte kollektive Selbstmord statt. Oder auch nicht.

Wie es auch gewesen sein mag: eine der eindrucksvollsten Stätten, die man sich nur vorstellen kann, ist Massada allemal.

Nachtrag: Wie wir - mein Freund Thomas R. und ich - in die Festung Massada hineingelangten, ist beinahe so aufregend wie der Weg der Römer, jedenfalls aber eine Erzählung ganz eigener Art. Sie ist der unglaublichen Hartnäckigkeit eines Mannes - der nicht ich war - gewidmet, der absolut kein Nein akzeptieren will.  never never ever.