Genua: Das Haus in der Ruine

5. Februar 2008

 

garbatella.jpg

 

Ignatio Gardella stellte in die Ruinen eines ehemaligen Klosters in Genua ein neorealistisches Fakultätsgebäude für Architektur hinein.  Von 1972 an wurde bis 1989 gebaut, heute ist die Fakultät das baukünstlerische Glanzlicht Genuas.

 

Kritiker beschrieben dieses Bauwerk als neugotischer, dem irrationalen Reich der Elfen zuzuordnender Eingriff in den ruinösen Baubestand des San – Silvestro - Komplexes. Der auf dem höchsten Punkt der Altstadt befindliche Bau, ein weltweit gültiges Paradebeispiel der kritischen Rekonstruktion fügt sich meisterhaft in die engen Gassen der Altstadt ein. 

 

Leider blieb Gardella die Chance verwehrt, sein Sanierungskonzept für das kriegszerstörte Viertel auch außerhalb der Architekturfakultät anzuwenden. Wie so oft wurden architektonisch halbherzige Interventionen dem möglichen Meisterwerk vorgezogen.