15. Juni 2010


Das obere Bild zeigt ein Bauernhaus, das es nicht mehr gibt. Es stammte aus dem 18. Jahrhundert, hatte gewölbte Räume, eine Madonnenstatue und widersetzte sich der Modernisierung: nicht einmal elektrischen Strom gab es in diesem Haus.
Dann war eines Tages der Eigentümer verstorben, die Statue verschwunden, das Haus verfiel. Schliesslich wurde es abgerissen.
Das hier ist sein Requiem.
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15. März 2010
Zwischen Müllendorf und Hornstein befindet sich, durch eine gnädige, vorfrühlingshafte Natur bedeckt, ein Kriegsrelikt der besonderen Art. Es handelt sich um Reste des Ostwalls, einer großangelegten Panzersperre gegen die Rote Armee aus den letzten Kriegsmonaten, die weder fertig wurde noch je ihre Wirkung entfalten konnte. Heute, in unseren friedlichen Tagen, zeigt das Festungsbauwerk eine eigenartige Verwandschaft mit einem lieblichen Artefakt der englischen Gartenarchitektur, dem sogenannten Aha.Genau dieses Erstaunen über die abrupte Geländekante wäre auch den Kommandanten der russischen T34 Panzer zugedacht gewesen. Allein, dem war nicht so.
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11. Januar 2008

Genau jene mystische Stelle gefunden, wo der Leithaberg vom Bebauten in das Unbebaute übergeht. Heute sind dort nur schön die gedachten Dinge: die Schemen von Vili und Ve, die Schatten von Huginn und Muninn.
Vielleicht wird übers Jahr an dieser Stelle meine Waldrandsiedlung stehen, und zu dieser Zeit dann wird die Müllabfuhr den weihnachtlichen Verpackungsmüll von dort abholen.
Die Geister werden vertrieben sein, echtes Leben wird den Berg besiedeln.
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