27. Mai 2010



Am grossartigen Gelände der Mühle von Wander Bertoni steht nun auch ein ei- genartiges Gebäude, das der Eiersammelleidenschaft von Professor Bertoni eine Heimstatt bieten wird.
Das wunderschöne neue Gebäude ist von Gaupenraub, und woher die Eiersammelleidenschaft des Meister kommt, kann ich nicht genau sagen.
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24. Mai 2010


Wieder ein Haus, das aufgegeben wird. Es ist zu klein, zu nass, zu alt. Dass es zu häßlich wäre, kann man diesem Häuschen mit seinem alpinen Laubsägegiebel wohl kaum nachsagen.
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23. Mai 2010


Am Wiener Hügel in Ödenburg gibt es eine Sommerrodelbahn. Unten, am Fuß des Hügels steht das Bahnhofsgebäude der Rodelbahn. Es wurde als spitzdachiges, romantisches Gebäude im Stil rumänisch- siebenbürgischer, ungarisch- nationalromantischer Gebäude errichtet, ein weiteres Symbol des post- trianon Lebensgefühls im heutigen Ungarn, am Wiener Hügel.
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23. Mai 2010



Auf einem Hügel über der Stadt hat ein Entrepreneur der alten Schule eine Schokoladerie errichtet. Das ist ein klassischer Fall. Jeder hätte im Vorfeld von solch einem Projekt abgeraten: Das ist die falsche Stadt, der falsche Bauplatz, niemand braucht das, das wird nicht gehen, die Soproner sind noch nicht reif dafür, hier kann man keine moderne Architektur errichten, etc. pp.
Ich bin sicher, Karl Harrer hat viele solcher Statements gehört, vor dem Bau. Dann hat er eine Entscheidung getroffen und hat gebaut.
Jetzt steht sie da, und man wundert sich nur, warum sie nicht schon immer dagestanden hat: die Schokoladerie von Ödenburg.
Gehet also hin und esset Schokolade, liebe Burgenländer, Niederösterreicher, Wiener, Ödenburger!
chapeaux!
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22. Mai 2010


Am Freitag montieren wir Firmentafeln an der Fassade unseres Hauses, am Samstag Abend reißt man sie mutwillig wieder herunter. Wer war der Täter?
Ein Amalgam aus betrunkenen, minderjährigen Jugendlichen, aus alkoholausschenkenden Gastronomen, aus Eltern, die ihren Kindern alles erlauben, aus einer Polizei, die am Freitag und Samstag die Pfarrgasse mit ihren Autos einfach nicht finden kann und statt dessen lieber durch die ruhige Hauptstrasse fährt sowie aus einer Stadtverwaltung, die das Problem seit langem kennt aber auf diesem Auge und auf diesem Ohr taub ist und die Anrainer der Pfarrgasse ofensichtlich nicht ernst nimmt.
Gut. Wir Anrainer nehmen das zur Kentniss und werden Massnahmen ergreifen. Demnächst in diesem Theater.
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21. Mai 2010

In Donnerskirchen gibt es unter Tage eine zweite Ebene mit weunderlichen und geheimnisvollen Räumen. Manche davon sich voll mit köstlichem Wein, andere sich voll mit Nichts. Alle aber sind voller Schönheit.
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20. Mai 2010


Die Schönheit mancher Dinge wird erst durch die Reduktion sichtbar. Eisenstadt ist voll von solchen zauberischen Orten, und das gefällt mir.
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15. Mai 2010

Der ehemalige Reichsbahnbunker in Berlin Mitte, der im Jahr 1942 durch Karl Bonatz, dem Sohn von Paul Bonatz gebaut wurde, bekam durch den Kunstsammler Christan Boros, einem Schüler von Bazon Brock eine völlige neue Bedeutung.
In dem Bunker befindet sich heute die umfangreiche Kunstsammlung Boros, die man an Samstagen per Anmeldung auch anschauen kann. Auf das Dach des Hochbunkers wurde ein zeitgeistiges Penthouse gesetzt, ein Glaspavillon in der Tradition der postmiesianischen, rechtsrheinischen Glasboxen der Adenauer Ära. Passt das nach Berlin?
Aber ja doch, alles passt nach Berlin!
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14. Mai 2010


Das was hier nicht mehr zu sehen ist, ist hier das Wichtigste. Das Potsdamer Stadtschloß wurde von der DDR gesprengt, und wird jetzt verändert wieder aufgebaut, um das neuen Brandenburger Parlament aufzunehmen.
Damit man sehen kann, was fehlt, hat der Potsdamer Millionär und Fernsehstar Günther Jauch der Eingangspavillon des verlorenen Schlosses gleich mal aus eigener Tasche errichten lassen. Es soll drei MillionenEuro gekostet haben.
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14. Mai 2010



Preussen gegen Österreich: das war - um Qualtinger zu paraphrasieren - Brutalität. Am Ende des Siebenjährigen Krieges, im Jahr 1763, ließ Friedrich das gigantisch große Schloß im Park von Sanssouci errichten, das nur einen Zweck hatte, nämlich seine Widersacherin Maria Theresia zu ärgern. Friedrich nannte das Schloss eine fanfaronnade, also eine Prahlerei, eine Angeberei. Genau das ist es auch. Die als Pavillons ausgebildeten Wirtschaftsgebäude, die Communs sind jeder für sich so groß wie ein Staatsschloss. Die Wände im Inneren sind aus Holz, die Fassaden aus Backstein. Der Engelkopfschmuck an den Fassaden zitiert Borrominis Innenfassaden von S. Giovanni in Rom.
Eine Riesenangeberei.
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